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Zwischen
Menschlichkeit und Kostendruck
Ein positives Fazit
hat der örtliche Veranstalterkreis der „Woche für das Leben“ in
Weingarten gezogen. Die lokale Vorbereitungsgruppe, in der sich alljährlich
engagierte katholische und evangelische Christinnen und Christen
zusammenfinden, hatte zu einem Podiumsgespräch eingeladen unter dem Titel
„Zwischen Menschlichkeit und Kostendruck – Pflegeeinrichtungen in
Weingarten“. Zwar kamen nicht ganz so viele Besucher ins Gemeindezentrum Heilig Geist wie im vergangenen Jahr. Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden aber nicht enttäuscht. Es war den Veranstaltern gelungen, mit Linda Göttel vom Krankenhaus 14 Nothelfer, mit Sieglinde Zimmer-Meyer von der Beratungsstelle „Zuhause leben“ und mit Thomas Stocker vom Adolf-Gröber-Haus drei in Weingarten selbst tätige und bestens vorbereitete Experten in Sachen Pflege aufs Podium zu holen. Die Veranstaltung
passte bestens ins diesjährige Motto der Woche für das Leben. „Gesunde
Verhältnisse“ lautet es und zielt damit nicht nur auf den Einzelnen und
seine Gesundheit, sondern auf unser Gesundheitssystem insgesamt. Am
Beispiel der Situation der Pflege vor Ort waren sich die Experten einig:
die Bürgerschaft in Weingarten steht der Pflege sehr positiv gegenüber.
Übereinstimmend berichteten Linda Göttel, Sieglinde Zimmer-Meyer und
Thomas Stocker auch von den vielen positiven Momenten in der
professionellen und ehrenamtlichen Pflege: wer pflegt gibt nicht nur,
sondern erfährt auch selbst viel Gutes. Scheinen also vor Ort die Verhältnisse
durchaus „gesund“, so sieht es insgesamt nicht so positiv aus,
Pflegenotstand, Pflege im Minutentakt, Pflegeversicherung, Fallpauschalen
im Krankenhaus: die Ursachen, warum der Druck wächst im Gesundheitswesen
insgesamt und in der Pflege im Speziellen wurden deutlich benannt. Die
Experten empfahlen, Pflege noch mehr „in die Mitte zu stellen“ und
Menschen, die in der Pflege tätig sind, ob im Haupt- oder Ehrenamt, auch
in Weingarten noch mehr Anerkennung zukommen zu lassen. Christof
Schrade |
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